Sonntag, 7. Februar 2016

Wie ist das so als Mutter?

3 Jahre Chaosbraut, 3 Jahre Muttersein, 3 Jahre Stress, 3Jahre unendliche Liebe, 3 Jahre Chaos, 3 Jahre Familie ...
3 Jahre Kekskrümel im Auto, der Handtasche und der Sofaritze. 3 Jahre Spielzeug in Auto, der Handtasche und der Sofaritze. 3 Jahre überlaufende Wäscheberge. 3 Jahre bis an die Zähne bewaffnet mit Feuchttüchern, Trinkflaschen, Keksen und Stofftieren.

Diese Woche war es so weit und der Tag aller Tage,der Tag der Mutter-Werdung, der Tag an dem die Chaosbraut endlich an die frische Luft kam, hat sich zum dritten Mal gejährt.

Doch nicht erst nach 3 Jahren ist klar: Das Muttersein ist etwas, auf das man sich nicht vorbereiten kann, was einem keine Elternzeitschrift so wirklich verdeutlichen kann ...

Ich hätte zum Beispiel nie gedacht, dass ich in der Öffentlichkeit eingehende Gespräche über Geschlechtsteile führe, oder dass ich unter den Ohren aller im Geschäft befindlichen Personen erklären darf, warum "die Frau da drüben so komisch aussieht!"
Ich hätte auch nie geglaubt, dass mich jemand zur absoluten Weißglut treiben kann, ich ihn aber gleichzeitig bis ins unendliche Liebe. Oder dass ich im Angesicht des allergrößten Chaos laut und herzhaft Lachen muss.
Nie hätte ich mir erträumt, dass mir ein Kuss auf die Wange oder eine Umarmung so sehr das Herz auf links dreht.
Ich hatte nicht den Hauch einer Ahnung was es bedeutet, vor 6 Uhr aufzustehen, zu arbeiten, das Kind abzuholen, Haushalt, Besorgungen und Kinderbespaßung unter einen Hut zu bekommen und das ganze am Ende des Tages auch noch schön zu finden.

Theoretisch hatte ich von all den Dingen gelesen. Jede Schwangere ist ja bis zum Zeitpunkt der Geburt vollgepumpt mit dem Mütterwissen aus Elternzeitschriften, Online-Foren und den guten Ratschlägen des sozialen Umfelds. Man möchte schließlich wissen, was auf einen zukommt. Hätte es Mütter-Theorie-Bögen ähnlich der Führerscheinprüfung gegeben - ich hätte sie alle bestanden.
Aber ich finde man kann das Muttersein nicht beschreiben, noch kann man sich wirklich darauf vorbereiten.

Ich weiß theoretisch was man tun kann, wenn ein Baby ewig brüllt. Aber wie es sich anfühlt sein schreiendes Baby auf dem Arm zu halten, dafür gibt es keine Worte.
Man kann sich schlagfertige Antworten bereit legen, die einen aus peinlichen Situationen befreien könnten. Aber seid euch gewiss, euer Kind wird kreativer sein als ihr.
Ihr könnt immer bestens ausgerüstet und vorbereitet sein, aber ihr werdet mit Sicherheit im entscheidenden Moment die Wechselkleidung vergessen.
Ihr könnt euren Nachwuchs mit allergrößter Sehnsucht erwarten, aber was ihr wirklich fühlt, erfahrt ihr erst bei der Geburt.
Es gibt keine Worte, um diese Gefühle und Erlebnisse zu umschreiben. Es ist einfach wie es ist!

Ich habe vor der Geburt der Chaosbraut mit vielem gerechnet - aber nicht damit!


Das hier ist mein Beitrag zur Februar-Runde von Muttiple Choice. Auch Katha, Ann-Kathrin, Sarah, Julia, Anja und Lea befassen sich diesen Monat mit dem Thema "Muttersein - Vorstellung vs Realität".

Kommentare:

  1. Das hast du wirklich schön geschrieben :-)

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  2. Mit viel Herz und Gefühl auf den Punkt gebracht :) Happy 3. Geburtstag der Chaosbraut!

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