Dienstag, 19. Mai 2015

Oh Mosella ( 2 tolle BigDays) ....

Der Alltag rennt bei uns so dahin. Mit Arbeit, Haushalt, Kind und Hausbau sind wir mehr als ausgelastet. Grund genug sich eine Auszeit zu gönnen. Dann tut es gut, die gewohnte Umgebung kurz zu verlassen.... ein kleiner Tapetenwechsel kann Wunder wirken.

Wir haben uns (im Kreise der Familie) auf den Weg an die Mosel gemacht - 2 Tage Auszeit in denen die Chaosbraut auch ganz viel Papa-Zeit tanken konnte. Die kommt in dem ganzen Stress nämlich gerade viieeeel zu kurz.
In der Nähe von Cochem sind wir mit Sack und Pack über ein kleines Weingut hergefallen. Ein Kurztripp mit einem Kleinkind fühlt sich dabei schon mal an wie ein Umzug - Kinderbett, Buggy, Laufrad, Schwimmsachen als Schlechtwetteralternative, Babyphone, Klamotten, Spielzeug und Bücher... viele von euch werden das kennen.

Als wir unseren halben Hausstand also im kleinen Pensionszimmer verstaut hatten, konnte es los gehen: Ab auf das Schiff! Unser Ziel sollte das kleine Städtchen Beilstein sein, welches man mit dem Schiff über eine Schleuse problemlos erreichen kann. So eine Schifffahrt mit Schleuse ist für die Kinder natürlich total spannend. Wir haben den Kindern direkt zu Beginn die Schuhe ausgezogen, damit sie auf der Sitzbank stehend bequem alles sehen können. Gemütlich ihre Banane kauend beobachtete die Chaosbraut die langsam vorbei ziehende Landschaft.


An der Schleuse standen die Kinder natürlich auf der Bank und beobachteten wie unser Schiff langsam immer weiter nach oben wanderte.... bis ein Angestellter der Schifffahrtsgesellschaft kam. Wir wurden aufgefordert die Kinder von den Bänken zu nehmen, damit sie nicht herunter fielen. Nun gut, dachte ich, vielleicht macht man sich ernsthafte Sorgen um das Wohl unserer Kinder (auch wenn die Erwachsenen direkt dahinter standen).
Aber nach folgender Begründung seiner Aufforderung hätte ich am liebsten das Schiff verlassen: "Nein, das hatten wir hier schon so oft! Dann fallen die von den Bänken und dann heulen die soooo laut! Von der Heulerei hat dann das ganze Schiff was und so schnell hören die ja dann auch nicht auf! Das stört die anderen Gäste!"
Öhm....? Geht's noch?

Plötzlich fühlten wir uns etwas unwohl und waren froh, mit unseren doch eigentlich so braven und interessierten Kindern das Schiff verlassen zu können. Ein kinderfreundliches Deutschland sieht irgendwie anders aus...

Egal, von so viel Empathie ließen wir uns nicht den Tag vermiesen. Mit unserem Picknick bewaffnet haben wir die Burg Metternich in Beilstein erklommen. Vorsicht! Der Weg nach oben ist nicht barrierefrei und führt über einige Stufen. Da aber jeder Erwachsene mit anpackte, kamen wir trotz allem oben an und konnten die tolle Aussicht genießen.


Das Wetter spielte auch mit, und so haben wir ein wunderschönes Picknick genossen .... nur die Chaosbraut nicht! Die war mittlerweile im Buggy eingeschlafen und hat das komplette Picknick einfach verschlafen.


Bereits vor ein paar Jahren hatten wir uns auf einen Wanderweg von Beilstein in Richtung Bruttig getraut. Damals - noch ohne Kind - mussten wir ganz schön klettern und teils enge Wege passieren. Daher haben wir uns diesmal für eine kinderwagentaugliche Strecke entschieden. Diese führt am Anfang leider an der Straße entlang, biegt aber später nach rechts ins Dorf Fankel ab.
Nach ihrem Mittagsschlaf war die Chaosbraut voller Energie und startete mit dem Chaospapa ein Wettrennen nach dem anderen.


 Im Dorf fanden wir dann auch einen sehr netten Spielplatz, an dem sich die Kinder noch einmal bis zur völligen Erschöpfung austoben konnten. Die Sache mit der Erschöpfung hat dann auch ganz gut geklappt, denn nach dem Abendessen fiel die Chaosbraut fast in sekundenschnelle in einen fast komatösen Tiefschlaf und wir konnten uns den regionalen Spezialitäten widmen.



Sie muss wirklich müde gewesen sein, denn trotz der fremden Umgebung hörte man erst am nächsten morgen gegen 7 Uhr ein leises Gebrabbel aus dem Gästebett an unserem Fußende.
Frühstücken, Sachen packen, eine kurze Tour auf dem Laufrad...



... und ab ging es in Richtung Cochem.
Cochem ist ein gemütliches kleines Städchen direkt an der Mosel. Man kann ein wenig bummeln (die Geschäfte hatten am Sonntag auf), am Ufer gibt es einen Spielplatz und auch hier findet man wieder eine Burg - die Reichsburg.
Die Reichsburg liegt etwas oberhalb der Stadt und ist entweder zu Fuß oder mit einem Shuttlebus zu erreichen. Da wir mit Kind und Kegel ziemlich bepackt waren, haben wir uns für die faule Variante entschieden und sind in den Bus gestiegen. Innerhalb weniger Minuten wird man am Fuße der Burg abgesetzt und kann die letzten Meter selber erklimmen.
Unser erster Anlaufpunkt war die Falknerei der Burg. Hier finden regelmäßig Flugvorführungen statt. Mit bester Moselaussicht im Hintergrund wurden uns hier ein paar tolle Vögel vorgestellt, die kurz ihr Können vorführten und auch den Zuschauern über die Köpfe liefen.
Die Besichtigung der Burg haben wir uns mit den kleinen Kindern dann gespart. Die Burg kann leider nur im Rahmen einer Führung besichtigt werden und an solch einer Veranstaltung hätten wahrscheinlich weder Kinder, noch Eltern (geschweige denn die restlichen Gäste der Führung) wirklichen Spaß gehabt.
Also sind wir wieder zurück in die Stadt - die Chaosbraut hat sich dort mit einer wilden Tanzeinlage (inklusive Gesang) vor einem Café sogar einen Keks von der Kellnerin verdient ... vielleicht sollten wir das mal professionell angehen ;-)
Nach einem Stadtbummel und einem Mittagessen haben wir uns dann leider wieder auf den Heimweg gemacht.

Übrigens:
Ihr erinnert euch, dass wir als Testfamilie von GoreTex von unseren BigDays berichten? Dieses Wochenende war mit ganz viel Zeit für Familie, Entspannung, gemeinsame Erlebnisse und Spaß definitiv ein riiiesiger BigDay! Und wer einen Blick auf die Füße der Chaosbraut wirft, der entdeckt dabei die schicken neuen Schuhe, die wir als Testfamilie von GoreTex bekommen haben - die Aygo GTX Surround von Primigi - meeega schick, oder?




Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen