Freitag, 14. November 2014

Einmal Vollzeit und wieder zurück

Jacke: Steiff, Mütze: DIY
Zwei ziemlich anstrengende Wochen liegen hinter uns...

Beruflich musste ich 2 Wochen lang in Vollzeit arbeiten und dabei auch noch täglich eine Strecke von je 75km pendeln.
2 Wochen lang jeden morgen um 6 Uhr das Haus verlassen, ohne auch nur ein Wort mit meiner Chaosbraut wechseln zu können, dann pendeln durch das Verkehrschaos und am späten Nachmittag/Abend meine Chaosbraut bei der Tagesmutter abholen.... es war für uns beide anstrengend!

Als ich die Ankündigung bekam für 2 Wochen voll arbeiten zu müssen wäre ich am liebsten schreiend davon gelaufen .... Auch wenn ich immer behaupte gerne zu arbeiten und meine Maus auch gerne zur Tagesmutter geht!

Jacke: Celavi, Schuhe: Viking
Vollzeitarbeit ist doch etwas ganz anderes! In den 2 wochen hat die Chaosbraut deutlich mehr Zeit mit der Tagesmutter verbracht, als mit mir! Da kam neben der Sehnsucht auch ein kleines bisschen Eifersucht auf....

Und wenn ich die Kleine dann abends abholte, fiel sie mir nicht freudestrahlend in die Arme und verbrachte die Zeit bis zum Schlafengehen gut gelaunt mit der endlich zurück gekehrten Mama - Nein! Sie war zickig, knatschig und unzufrieden! Ganz klar waren das auch für sie anstrengende Tage, an denen die Mama doch ganz offensichtlich fehlte.

Für mich war es die Bestätigung, dass eine Vollzeitstelle für mich nicht in Frage kommt - zumindest momentan nicht. Ständig habe ich abgewägt .. "statt hier im Stau zu stehen, könntest du Zeit mit deiner Kleinen verbringen" ... "statt dieser sinnlosen Diskussion zu folgen hättest du mit ihr auf den Spielplatz gehen können" ... ! Und wenn ich abends die quengelige Maus in Empfang nahm, plagte mich ein kleines schlechtes Gewissen, ob ich der kleinen Dame nicht etwas viel zumute (naürlich kann man hier auch geteilter Meinung sein).

Sicherlich ist so eine Vollzeitstelle auch eine Frage der Eingewöhnung - Wahrscheinlich wäre es uns beiden nach einiger Zeit leichter gefallen. Ich kann mich jetzt auch besser in den Chaospapa einfühlen, der schließlich bis auf ein paar wenige Wochen Elternzeit ganz normal jeden Tag arbeiten geht. Es hat mir aber auch gezeigt wie sehr ich die gemeinsame Zeit genieße, welcher Luxus die gemeinsamen Nachmittage sind und wie wichtig mir diese Zeit auch ist!

Direkt am Freitag Nachmittag habe ich der Chaosbraut versprochen: "Jetzt ist alles wieder normal!" - ab auf den Spielplatz, pack die Buntstifte aus oder lass uns spazieren gehen!

1 Kommentar:

  1. Du Arme. Gut dass Du es geschafft hast. Die Pendelei finde ich dann immer das nervigste daran. Dazu kommen dann Kollegen, die einen mit Small Talk noch kurz vor Feierabend überfallen. Für mich würde eine Vollzeitstelle auch nur um die Ecke in Frage kommen.
    Und ich bin froh, dass wir ein Familienbett haben, da kann sin der Kleine wenigstens nachts noch die Nähe abholen wenn ich tagsüber mal nicht so viel Zeit hatte

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